Freitag, 17.10.2025

Aufbruch nach Rom - Erstes Tagesziel Trient erreicht

Samstag, 18.10.2025

Mediterrane Landschaften und Jubelschreie - Wir haben ohne Zwischenfälle die "Ewige Stadt" erreicht

Sonntag, 19.10.2025

Beeindruckende Zeugen der christlichen Geschichte und Gegenwart

Montag, 20.10.2025

Im Zentrum der Weltkirche - Viele neue Eindrücke in und um St. Peter

Dienstag, 21.10.2025

Rom hat viele Facetten - Touren ins Rom der Cäsaren und der Märtyrer

Mittwoch, 22.10.2025

Begegnung mit Papst Leo - Papstaudienz als Höhepunkt am letzten Tag in Rom

Do., 23.10.2025

Rückreise mit Hindernissen - Gruppe Schifferstadt ist wieder zur Zwischenübernachtung in Trient angekommen

Freitag, 24.10.2025

Alle 45 Pilgerinnen und Pilger wieder zuhause - Viel Dankbarkeit für das Erlebte

Freitag, 24.10.2025

Alle 45 Pilgerinnen und Pilger wieder zuhause - Viel Dankbarkeit für das Erlebte

Alora (italienisch: also, nun) – das ist der letzte Tagesbericht von unserer Wallfahrt. Gestärkt durch die Nachtruhe in Trient und ein letztes gutes italienisches Frühstück machten wir uns am Morgen auf den Weg. Wiederum durchfuhren wir die schöne Gebirgslandschaft Südtirols, die bei wechselndem Wetter mal schöne, mal verhangene Aussichten bot. Weitgehend gab es Sonnenschein, aber auch heftige Regenschauer und auf dem Fernpass sogar etwas Schneefall. Somit war für Abwechslung gesorgt.

Am Nachmittag gab es eine Reflexion über die Wallfahrt.
Die Mitfahrenden konnten auf verschiedenfarbige Zettel schreiben, wofür sie dankbar sind und was sie bewegt hat, aber auch was für sie schwierig oder unangenehm war und was man hätte anders oder besser machen sollen. Die Antworten auf letztere Fragen werden im Nachgang ausgewertet, um für mögliche künftige Fahrten Verbesserungen angehen zu können.

Die Antworten auf die ersten Fragen wurden vorgelesen. Der Dank wurde so miteinander geteilt und auch im Gebet vor Gott gebracht. Dabei zeigte sich eine große Dankbarkeit für vieles, was die Einzelnen bewegt hat. Beispielhaft sollen vier Aussagen genannt werden:

  • Danke für die gemeinsamen Gottesdienste an besonderen Orten, bei denen man Kirche und Zusammenhalt erleben konnte
  • Die Audienz mit dem Papst und seine Nähe (Vorbeifahren im Auto)
  • Gute Atmosphäre in der Gruppe
  • Bewegt hat mich, miteinander als Pilger unterwegs zu sein

Alles das wurde zusammengefasst, indem die Hymne des Heiligen Jahres "Licht des Lebens" ein letztes Mal miteinander gesungen wurde.

"Licht des Lebens, Flamme unsrer Hoffnung! Dieses Lied, es steige auf zu dir."

Der Chor der St. Jakobuskirche aus unserer Pfarrei unter der Leitung von Dekanatskantor Georg Treuheit spielte den Chorsatz ein. Die Aufnahme ist auf den Seiten unseres Bistums und hier zu hören.

Weitere Aufnahmen von "Licht des Lebens" in anderen Sprachen und anderen Besetzungen finden Sie hier auf der Seite des Vatikans zum Heiligen Jahr 2025.

Die Partitur und der Text der Hymne können hier heruntergeladen werden:

Dank galt es auch den Menschen zu sagen, die zum Gelingen dieser Woche beigetragen hatten: So dankte Pfarrer Mühl der gesamten Gruppe, die sich auf das "Abenteuer Rom" eingelassen hatte und an vielen Stellen durch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit die Reise für alle angenehmer machte; dem Fahnenträger, der immer Orientierung gab; den drei Messdienerinnen, die ihren Dienst in fremden Kirchen, mit fremden Zelebranten und vor großem "Publikum" souverän ausübten; den Fotografen und dem Verantwortlichen für die Homepage; denen, die bereit waren, eine Kleingruppe zu leiten oder beim Navigieren durch die Stadt zu helfen; den Busfahrern  und allen anderen, die jetzt unerwähnt bleiben.

Anschließend bedankte sich Pfarreiratsvorsitzender Jürgen Reimer im Namen der ganzen Gruppe bei Pastoralreferent Heinrich Schmith und Pfarrer Stefan Mühl für die außerordentlich gelungene Pilgerreise, die perfekte Vorbereitung und Organisation, das umsichtige und bedachte Handeln, die ansprechenden geistlichen Impulse und Gebete, das ständig wohlwollende Kümmern um jedes einzelne Gruppenmitglied... Als Zeichen des Dankes überreichte er jedem eine Tasche mit italienischen Spezialitäten. Pfarrer Mühl erhielt zuvor schon eine Stola aus Rom, die das Logo des Heiligen Jahres zeigt.

Vor Stuttgart wurde der Verkehr zähfließend oder kam gar ganz zum Erliegen. Deshalb musste der Bus auf Landstraßen ausweichen. Somit kamen wir etwas später als geplant an. Um 18:42 Uhr ging die Meldung an das Orga-Team der Diözese raus: "Bus Schifferstadt rollt im Heimatort ein."
Müde, aber voller Dankbarkeit und Freude über das Erlebte stiegen wir am Südbahnhof aus, wo unsere Lieben auf uns warteten.

Wir freuen uns schon auf das Nachtreffen!

Donnerstag, 23.10.2025

Rückreise mit Hindernissen - Gruppe Schifferstadt ist wieder zur Zwischenübernachtung in Trient angekommen

Wegen unvorhersehbarer Schwierigkeiten konnten wir unsere Rückreise nicht wie geplant am Morgen antreten. Die Abfahrt verzögerte sich um einige Stunden. Die dadurch gewonnene Zeit im Hotel nutzten einige, um nach den Strapazen der letzten Tage etwas länger zu schlafen oder auch ausgiebig zu frühstücken ohne lange Schlange an der Kaffeemaschine. Bei allen notwendigen Umplanungen wussten wir uns durch die Busunternehmen Eisinger und Hetzler sowie das Bayerische Pilgerbüro sehr gut unterstützt.

Um die Wartezeit zu überbrücken, bot ein Mitglied der Wallfahrtsgruppe kurzfristig eine Wanderung über die historische Via Appia Antiqua zum Mausoleum des Pompeius an. Die Teilnehmer waren beeindruckt von dieser erneuten Begegnung mit dem Rom der Antike.

Punkt 14:30 Uhr erfolgte dann die Abfahrt.
Durch wechselnde Wetter mit Platzregen und Sonnenschein kamen wir gut voran. Einmal war kurz ein Regenbogen, Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen und Zeichen der Hoffnung, zu sehen.

Gegen Ende der Fahrt erzählte Pastoralreferent Heinrich Schmith beim Abendimpuls noch einmal eine Hoffnungsgeschichte, die der Frage nachgeht, wie wir mit Steinen auf unserem Weg umgehen. Passender hätte die Thematik an diesem Tag kaum sein können. Kur vor 22:00 Uhr kamen wir in unserem Hotel in Trient an. Einige fielen gleich in ihre Betten, andere ließen den Tag noch bei guten Gesprächen an der Bar ausklingen.

Mittwoch, 22.10.2025

Begegnung mit Papst Leo - Papstaudienz als Höhepunkt am letzten Tag in Rom

An unserem letzten Tag in Rom gab es noch einmal einen großen Höhepunkt, der für viele sehr bewegend war: die Teilnahme an der Papstaudienz mit Leo XIV. Dafür sind wir wieder sehr früh aufgestanden und nach einem schnellen Frühstück in die Stadt gefahren. Dort war schon ziemlich viel los. Vor den Kolonnaden des Petersplatzes bildete sich eine lange Schlange, in die wir uns geduldig einreihten. Menschen aus aller Herren Länder schienen gekommen zu sein, wie sich später auch bei der Nennung der Gruppen bestätigte.

Nachdem wir die Sicherheitskontrollen passiert hatten, mussten wir feststellen, dass es keine freien Sitzplätze mehr gab – kein Wunder bei geschätzten 60.000 bis 80.000 Personen auf dem Petersplatz. Also suchten wir uns gute Stehplätze in der Nähe einer Absperrung, von der wir hofften, dass das Papamobil daran vorbeikommen würde.

 

Unsere Erwartung wurde nicht enttäuscht: Ab 9:45 Uhr fuhr der Papst die verschiedenen Wege auf dem Platz ab, drehte auch eine Runde durch die Via de Conciliazone, wo auch viele Menschen standen und kam schließlich auch bei uns vorbei. Wir konnten ihn gut sehen, und einige konnten auch mit ihrem Handy Schnappschüsse von ihm aufnehmen.

In der Katechese, die Papst Leo auf Italienisch hielt, sprach er über die Emmausjünger. Er bezeichnete Ostern als die "Explosion" des Lebens und ermutigte uns, Jesus Christus immer wieder zu bitten: "Herr, bleibe bei uns!"

Nach der Audienz dauerte es eine Weile bis die Massen sich verlaufen hatten. In kleinen Gruppen streiften wir nun durch die Straßen rund um den Vatikan, um etwas zu essen oder um Souvenirs für die Daheimgebliebenen einzukaufen.

Am Nachmittag konnte, wer wollte, sich auf einen Fußweg zu "Römischen Brunnen und Plätzen" begeben. Dabei wurden verschiedene bekannte Orte in Rom aufgesucht, die man einfach einmal gesehen haben muss: die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, der Platz vor dem Pantheon und die Piazza Navona.
Leider fanden viele andere auch, dass sie sie gesehen haben müssten, so dass leider überall ein großer Andrang war...

Den Abschlussgottesdienst mit der ganzen Bistumsgruppe feierten wir in der Kirche Sant’Andrea de la Valle, der Kirche mit der drittgrößten Kuppel Roms (nach dem Pantheon und dem Petersdom).

Bischof Dr. Wiesemann sprach in seiner Predigt von den vielen schönen Momenten auf dieser Wallfahrt, die jeder und jede persönlich erlebt hat. Er selbst hatte in diesen Tagen viele Erinnerungen an seine Studienzeit in Rom und seine Priesterweihe vor 40 Jahren. So sprach er auch von seiner ersten Begegnung mit Papst Johannes Paul II., dessen Gedenktag wir heute feierten. Er erinnerte sich, dass der Papst betont habe, dass das innere Hören wichtig sei. Auf dieses Hören, so Bischof Wiesemann, komme es an. Das Hören auf den Geist, der auch in der Wallfahrtsgemeinschaft sich in Vielfalt äußert, soll innere Kraft und Stärke auch im Alltag geben. So können wir für andere zu Pilgern der Hoffnung werden.

Am Ende des Gottesdienstes dankte der Bischof allen, die diese Tage geplant und gestaltet hatten und nannte besonders den Projektchor unter der Leitung von Diözesankirchenmusikdirektor Martin Erhard sowie die Messdienerinnen und Messdiener, zu denen ja auch drei Jugendliche aus unserer Schifferstadter Gruppe gehörten.

Nach dem feierlichen Schlusslied "Großer Gott" begaben wir uns zu den Bussen, die uns in ein Lokal zum gemeinsamen Abschlussessen der Wallfahrt brachten. Noch einmal durften wir die Vorzüge der römischen Küche genießen. Kerstin Fleischer, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat und Hauptorganisatorin der Wallfahrt, brachte vielfältigen Dank zum Ausdruck. Sie dankte unter anderem dem Vorbereitungsteam, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bayerischen Pilgerbüros, den Gruppenverantwortlichen, dem Chor und vielen anderen. Anschließend gab Generalvikar Markus Magin den Dank an sie zurück. Bei ihr liefen alle Fäden zusammen, und ohne ihr großartiges Engagement vor und während der Wallfahrt wäre diese nicht möglich gewesen.

Damit ging ein wunderschöner Tag zu Ende, und auch unsere Reise nähert sich dem Ende.
Morgen früh geht es wieder auf die Heimfahrt, die uns zunächst zum Zwischenziel Trient führen wird.

Dienstag, 21.10.2025

Rom hat viele Facetten - Touren ins Rom der Cäsaren und der Märtyrer

Wieder liegt ein intensiver Tag, der dritte Romtag, hinter uns. Er begann mit einer Busfahrt in die Basilika St. Paul vor den Mauern, in der sich das Grab des Apostels Paulus befindet. Zur Einstimmung auf den Einzug durch die Heilige Pforte zitierte Domkapitular Franz Vogelgesang Papst Johannes Paul II.: "Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt weit auf die Tore für Christus!"

In der Apsis der Kirche feierten wir wieder in der Wallfahrtsgemeinschaft Gottesdienst. Prediger war an diesem Tag Weihbischof Otto Georgens. Er sprach über die Hoffnung. Sie steht bei Paulus zwischen Glaube und Liebe. Manche nennen sie deshalb "Sandwich-Tugend". Der Weihbischof greift lieber auf ein Wort von Charels Peguy zurück, der die Hoffnung ein kleines "Stehauf-Mädchen" nenne. Er kenne solche Mädchen - manchmal auch Jungen -, die immer wieder aufstehen, auch wenn sie Schlechtes erleben und ihnen vieles misslingt. Er denke zum Beispiel an Flüchhtlingsmädchen, die teilweise ohne ihre Familie sich auf den Weg gemacht haben, viele Rückschläge einstecken müssen und trotzdem weitergehen, auch wenn sie nicht wissen, was hinter der nächsten Wegbiegung auf sie wartet. Viele weitere Beispiele gibt es für solche "Stehauf-Mädchen". Auch wenn es im Leben Tage und Wochen gibt, die hoffnungslos zu sein scheinen, dürfen wir doch die Hoffnung nicht aufgeben. Denn sie ist uns geschenkt durch Menschen wie Paulus, und wir sollen sie in unsere Zeit tragen.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es eine Führung durch die Basilika. Neben dem Grab des Paulus fanden vor allem die 267 Medaillons der Päpste, die die Kirche durchziehen, viel Interesse. Das Medaillon für Leo XIV. ist allerdings noch nicht eingefügt.

Am Nachmittag konnten wir weitere Facetten Roms kennenlernen. Unser Bus brachte einen Teil der Gruppe zum Kolosseum. Dort empfingen uns zwei Stadtführerinnen, die uns in zwei Teilgruppen durch das Flavische Amphitheater (Kolosseum) und über den Aventin und das Forum Romanum führten. Dabei teilten sie nicht nur viele Details über die Bauwerke mit, sondern vermittelten ein lebendiges Bild der Spiele und Kämpfe, die in der Kaiserzeit für das Volk veranstaltet wurden und über das Rom der Republik- und Kaiserzeit.  Herrliches (Fotografier-)Wetter trug zum Gelingen dieser Führung bei.

Ein anderer Teil unserer Gruppe machte sich per Metro und pedes auf den Weg zur Piazza del Popolo, einem typischen römischen Platz mit den markanten Zwillingskirchen. Nach einer Zeit dort ging es weiter zur Basilika San Lorenzo fuori le Mura (St. Laurentius vor den Mauern). Sie gehört zu den sieben Hauptkirchen Roms, die bei der Siebenkirchenwallfahrt besucht werden. In ihr liegt das Grab des heiligen Diakons und Märtyrers Laurentius, der ja der Patron einer der Schifferstadter Gemeinden ist.

Am Abend versammelten sich alle im malerischen Stadtteil Trastevere zu einem typisch italienischen Abendessen in der "Trattoria degli Amici", die von der Gemeinschaft Sant’ Egidio betrieben wird und in der auch Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten. Das sehr gute Essen, der freundliche Service und einige Flaschen guten Weins ließen schnell eine fröhliche Stimmung aufkommen, in der manches Erlebnis der vergangenen Tage nachklingen konnte.

Müde ließen wir uns am Ende des Tages in die Betten fallen. Und freuen uns auf die Begegnung mit Papst Leo bei der Generalaudienz morgen.

Montag, 20.10.2025

Im Zentrum der Weltkirche -
Viele neue Eindrücke in und um St. Peter

Wieder ist ein Tag unserer Wallfahrt vorbei, und schon haben wir Halbzeit. Heute ging es ins Zentrum der Weltkirche, in den Vatikan. Gemeinsam mit den anderen Speyerer Wallfahrerinnen und Wallfahrern versammelten wir uns am Morgen unterhalb der Engelsburg, um einen Pilgerweg über die Via della Conziliazone zum Petersdom zu gehen. Auf diesem Weg gab es Psalmverse und Gedanken zum Motto "Pilger der Hoffnung". Mehrmals sangen wir "Meine Hoffnung und meine Freude". Wir zogen durch die Hl. Pforte, die Papst Franziskus an Weihnachten 2024 geöffnet hatte, durch den Dom zur Confessio über dem Petrusgrab, wo wir unseren Glauben bekannten. Auch dieser Weg war wieder eine besondere Erfahrung im Heiligen Jahr!

Anschließend feierten wir Eucharistie am Cathedra-Altar, unter dem berühmten Heilig-Geist-Fenster. Dort Gottesdienst zu feiern, ist ein großes Erlebnis. Ganz besonders freuten sich unsere drei Messdienerinnen, dass sie im Petersdom ministrieren durften. Die Predigt hielt Generalvikar Markus Magin. Er wies auf die "Cathedra Petri" hoch über dem Altar hin, einen Prunksessel aus Gold. Doch dahinter verbirgt sich ein einfacher Stuhl. Es ist wichtig, hinter die Fassade zu schauen, das Eigentliche zu entdecken. Das gilt auch für das Evangelium, in dem Petrus Jesus als den Messias, den Sohn Gottes bekannte. Er sah das Eigentliche, den Wesenskern Jesu. Diesen Blick auf Jesus Christus sollen wir entdecken, auch hier in Rom. Ihn gilt es zu finden, auch in den Krisen und Schwierigkeiten unserer Zeit und unserer Kirche. Mit Blick auf die anstehenden Strukturveränderungen im Bistum Speyer zitierte der Generalvikar abschließend Papst Franziskus: "Wer die Krise der Kirche betrachtet ohne den Blick auf Jesus Christus ist wie einer, der einen Leichnam seziert."

Nach dem Gottesdienst gab es eine Führung durch den Petersdom, bei dem einige der Kunstwerke erschlossen wurden, aber auch die beeindruckende Größe der Kirche erfahrbar wurde. Leider reichte für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zeit nicht, um die Kuppel und die Krypta mit den Papstgräbern zu besuchen.

Nach einer kurzen Mittagspause gab er verschiedene Angebote: Der größere Teil hatte sich für einen Besuch der Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle entschieden. Unter sachkundiger Führung konnte man in dieser riesigen Sammlung etwa 30% der Kunstwerke bestaunen. "Es war gut, aber sehr anstrengend", so das allgemeine Fazit.

Ein anderer Teil ging auf Wallfahrt zu den "Eis-Heiligen". Damit waren aber ausnahmsweise nicht die vier Heiligen gemeint, an deren Gedenktage Mitte Mai es oft noch einmal kalt wird. Vielmehr führte der Weg zu drei der besten Eisdielen der Stadt. Im "Old Bridge", der "Gelateria del Teatro" und bei Giolitti konnte man nach Herzenslust schlecken. Wo das Eis am besten war, darüber gab es unterschiedliche Meinungen – über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Wie immer waren alle pünktlich am Bus. Unser Busfahrer Matthias steuerte uns wieder mit großer Ruhe und Gelassenheit durch den dichten römischen Feierabendverkehr.
Nach dem Abendessen ging der Tag langsam zu Ende. Morgen wartet ein neuer spannender Tag auf uns.

Sonntag, 19.10.2025

Beeindruckende Zeugen der christlichen Geschichte und Gegenwart

Durchgang durch die Heiligen Pforten und lebendiger Gottesdienst

Der heutige Tag war prall gefüllt. Er begann nach der ersten Nacht in unserem Hotel mit einem wiederum reichhaltigen Frühstück. Dann brachen wir auf zur Basilika San Giovanni im Lateran, der eigentlichen Bischofskirche des Papstes und "Mutter und Haupt aller Kirchen". Dort trafen wir uns mit allen Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Speyer.

Im Innern der Kirche gab uns die Stadtführerin Anna mit großem Sachverstand viele Informationen über die Kirche, ihre Ausstattung und die Theologie, die dahintersteht. Sie erklärte die Mosaiken und viele der Statuen und Altäre. In dieser Kirche werden auch bedeutende Reliquien, besonders die Häupter der Apostel Petrus und Paulus, verehrt. Sie betonte dabei, dass es weniger darauf ankommt, ob diese historisch echt sind. Wichtiger ist, dass sie für uns Aussagen des Glaubens machen.

Nach der Kirche konnten wir auch noch das Baptisterium (Taufkapelle) besichtigen und uns dabei an unsere eigene Taufe erinnern. Ebenso sahen wir die Scala Santa (heilige Stiege), nach der Überlieferung die Treppe des Prätoriums in Jerusalem, auf welcher Jesus bei seiner Verurteilung durch Pilatus ging.

Nach einem Fußweg und der Mittagspause, die von einigen zur ersten Kontaktaufnahme mit dem römischen "Street-Food" oder auch Gelati genutzt wurde, ging es dann weiter in der Kirche Santa Maria Maggiore. Sie wurde zum Gedenken an das Konzil von Ephesus im Jahr 431, das die Gottesmutterschaft Marias festlegte, gebaut. Doch stand dort wohl schon ein Vorgängerbau im 4. Jahrhundert. Auch hier durchschritten wir die Heilige Pforte. Ein bewegender Moment war für viele der Besuch am Grab von Papst Franziskus in seiner römischen Lieblingskirche, in der auch die von ihm sehr verehrte Marienikone "Salus Populi Romani" zu sehen ist. Unter dem Papstaltar der Kirche Santa Maria Maggiore sollen sich Reste der Geburtskrippe Jesu befinden.

Die letzte Station des Tages war die Rundkirche San Stefano Rotondo aus dem 5. Jahrhundert. Hier fand der Eröffnungsgottesdienst der Speyerer Diözesanwallfahrt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens statt, der von einem Projektchor mitgestaltet wurde. Unsere drei Messdienerinnen waren aktiv beim liturgischen Dienst dabei.

Die schönen Gesänge, die uralten Steine und die Gemeinschaft der Pilgerinnen und Pilger sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. In seiner Predigt ging der Bischof, ausgehend von den alten, kräftigen Säulen der Kirche, auf die Lesung aus dem Alten Testament ein, in der Mose für das Volk im Kampf gegen seine Gegner betete. Solange er die Hände erhoben hielt, war Israel im Vorteil. Schließlich mussten ihn zwei Personen stützen, damit seine Hände nicht sanken. Der Bischof lud dazu ein, sich zu fragen, wo wir Stütze oder Säule für die Kirche sind, Menschen, die sich dafür einsetzen, dass der Glaube weitergegeben wird, Pilger der Hoffnung in einer Zeit, die so viel Schweres erlebt. Der Glaube, der über so viele Jahrhunderte bewahrt wurde, gibt uns Grund zur Hoffnung. Aber die Frage Jesu aus dem Evangelium steht im Raum: "Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben finden?"

Unsere Messdienerinnen Hannah, Emma und Marie, Pfarrer Stefan Mühl, Priester der Diözese, Weihbischof Otto Georgens und Bischof Karl-Heinz Wiesemann beim Einzug für den Eröffnungsgottesdienst in der Kirche Santo Stefano Rotondo.

Nach diesem erhebenden Gottesdienst fuhren wir, müde und angefüllt mit vielen Eindrücken, wieder ins Hotel, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Und morgen geht’s in den Petersdom!

Samstag, 18.10.2025

Mediterrane Landschaften und Jubelschreie
Wir haben ohne Zwischenfälle die "Ewige Stadt" erreicht

Sonnenaufgang in Trient kurz vor unserer Abfahrt nach Rom

Der zweite Tag unserer Wallfahrt führte uns an unser Ziel: Rom, die "Ewige Stadt".  Doch fangen wir am Morgen an.
Nach einer für die meisten geruhsamen Nacht konnten wir uns am – für italienische Verhältnisse überaus üppigen – Frühstücksbuffet stärken. Dann hieß es wieder "Einsteigen".

Die Fahrt führte uns entlang der Bergmassive der Dolomiten und dann durch zusehend mediterraner anmutende Landschaften. Wir kamen an so illustren Städten wie Verona, Mailand, Florenz, Pisa, Siena, Orvieto oder Assisi vorbei, die alle einen Besuch wert gewesen wären. Aber wir hatten ja ein anderes Ziel. Unterwegs auf den Rastplätzen kam es zu ersten Begegnungen mit den anderen Pilgergruppen aus dem Bistum Speyer und zu überraschenden Wiedersehen. So traf ein Mitfahrer aus unserem Bus eine Arbeitskollegin – beide hatten nicht voneinander gewusst, dass sie dabei sind.

 

Zwischendurch ertönte dann ein Jubelschrei im Bus: In der fernen Heimat hatte der 1. FCK das Südwest-Derby gegen Karlsruhe 3:2 für sich entschieden.

Gegen 16:30 Uhr kamen wir dann nach insgesamt (an beiden Tagen) 1.264 Kilometern in Rom an. Nachdem wir noch ein Gruppenbild gemacht hatten, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Appia Park, welches für fünf Nächte unser Quartier sein wird. Nun freuen wir uns auf das Abendessen und den ersten Tag in Rom, der uns zu den beiden Papstbasiliken San Giovanni im Lateran und Santa Maria Maggiore führen wird.

In der Hotellobby: warten auf das Abendessen

Schifferstadt fährt nach Rom - Wallfahrt der Pfarrei vom 17.-24.10.2025

 

Freitag, 17.10.2025

Aufbruch nach Rom - Erstes Tagesziel Trient erreicht

Früh am Morgen waren alle 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rom-Wallfahrt der Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt pünktlich am vereinbarten Treffpunkt am Südbahnhof erschienen. Schnell waren die Koffer eingeladen, und los ging das Abenteuer. Busfahrer Matthias und der Leiter der Reise, Pfr. Stefan Mühl, begrüßten alle an Bord. Der Bus fuhr in den beginnenden Tag hinein, zunächst über Heilbronn, Stuttgart, Ulm und das Allgäu zum Grenzübergang nach Österreich, dann weiter über den Fernpass und den Brenner nach Südtirol und ins Trentino.

Unterwegs gab es Gedanken zur Bedeutung des Heiligen Jahres und dem Motto "Pilger der Hoffnung" durch Pfarrer Mühl. Pastoralreferent Heinrich Schmith übte mit der Gruppe einige Lieder aus dem Wallfahrtsheft ein, und es gab auch einen kleinen Italienisch-Kurs. Außerdem konnte man alte Bekanntschaften auffrischen oder neue knüpfen.

Regelmäßige Pausen sorgten dafür, dass die Busfahrt als nicht zu lange empfunden wurde. Und je weiter man in den Süden kam, desto mehr erfreute die Aussicht aus dem Fenster, wo die Bergwelt der Alpen und der Dolomiten zu bestaunen war. Außerdem wurde es merklich wärmer, und die Sonne schickte ihre Herbststrahlen.

Gegen 17:45 Uhr war die Ankunft in Trient, dem Ort der Zwischenübernachtung. Nun wartet auf die Wallfahrtsgruppe ein Abendessen im Hotel Adige, eine hoffentlich erholsame Nacht und morgen die Weiterfahrt in die Ewige Stadt.

04.10.2025

Bald ist es soweit

Vom 17. – 24.10.2025 machen sich 45 Mitglieder unserer Pfarrei auf den Weg nach Rom. 
Sie werden dort im Rahmen der Bistumswallfahrt die vier Hauptkirchen besuchen und die Heilige Pforte durchschreiten, aber auch sonst ein interessantes und vielfältiges Programm erleben. Gerne können Sie uns Pilgeranliegen mitgeben (wenden Sie sich dazu an Pfr. Mühl oder PR Schmith).

Schauen Sie in diesen Tagen öfter auf unsere Homepage – wir wollen hier an dieser Stelle regelmäßig Eindrücke von der Wallfahrt online stellen

Heiliges Jahr 2025

Das Heilige Jahr 2025 in Rom steht unter dem Leitwort "Pilger der Hoffnung" und greift damit ein zentrales Thema des verstorbenen Papstes Franziskus auf. Es ist ein sogenanntes ordentliches Heiliges Jahr, das alle 25 Jahre stattfindet. Die Stadt Rom rechnet mit rund 45 Millionen Pilgerinnen und Pilgern, Besucherinnen und Besuchern. Das Jubeljahr hat mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom in der Heiligen Nacht am 24. Dezember 2024 begonnen.

Viele Informationen zum Heiligen Jahr finden Sie auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz.

Chor der St. Jakobuskirche singt Hymne zum Heiligen Jahr 2025

Unter der Leitung von Chorleiter und Dekanatskantor Georg Treuheit hat der Chor der St. Jakobuskirche die Hymne zum Heiligen Jahr 2025 für das Bistum Speyer eingespielt.
Die Aufnahme ist auf dieser Seite zu hören.